Der Gepard in Action

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Kleinflugzeug von FlyOn musste wegen technischer Defekte notlanden

Soviel zu dem Thema Sicherheit von sog. Kleinflugzeugen. Wie “Der Westen” berichtet musste am 06.03.2012 ein Maschine der Ultraleichflugschule Flyon.de wegen technischen Defektes notlanden und das Flugzeug einige Schäden hinnehmen:

Marl/Bottrop.Der Landeanflug des Ultraleichtflugzeugs auf den Flugplatz in Dinslaken war bereits angemeldet, da bemerkte der Marler Thomas Graf (52) am späten Dienstagnachmittag , dass der Motor es nicht mehr tat. Was nun?

Auf einem Acker in Bottrop-Grafenwald setzte das Kleinflugzeug wenig später auf. Sowohl Pilot Thomas Graf als auch sein Flugbegleiter, der Recklinghäuser Wilhelm Funke (63), der Anfang diesen Jahres ebenfalls seine Pilotenprüfung bestanden hatte, blieben bei dieser außerplanmäßigen Landung unverletzt. Zum Glück, wie Peter IIlner, Chef-Fluglehrer von „Fly on“ und Ausbilder der beiden, im Gespräch mit der WAZ anmerkte. Zwar sei bei der Notlandung ein Drahtzaun am Acker beschädigt worden. Und auch beim Ultraleichtflugzeug hinterließ die Notlandung Spuren. Laut Polizeiangaben wurden beide Tragflächen „erheblich beschädigt“ (Sachschaden 10 000 €). Aber, so Illner: „Das Wichtigste ist, dass den Insassen nichts passiert ist.“

 Also besser Händeweg von sog. Billigflugschulen und Billigflugzeugen – denn man hat nur ein Leben!
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Verhältnismäßigkeit der Mittel – nun auch im Krieg? Der teure Einsatz hochgezüchteter Spitzenflugzeuge hat in Libyen gezeigt, dass dies vollkommen übertrieben war

Wie vor kurzem im interessanten Blog defensetech.org überzeugend dargelegt wurde, kommen einige NATO-Länder auf die Idee, dass der teure, dauerhafte Einsatz mit Spitzentechnologie ausgerüsteter Flugzeuge wie dem Eurofighter oder aber der französischen Rafaele, eine vollkommene Vergeudung an Ressourcen war bei einem Gegner, der nie wirklich eine Chance hatte, diese auch nur annähernd zu gefährden.

Vielmehr überlegt man jetzt, für derartige Einsätze, kleinere und preiswertere Flugzeuge anzuschaffen. Hierzu der interessante Blogbeitrag von defensetech.org:

This is interesting, the high-cost of using some of the world’s most advanced fighter jets in Libya against Gadhafi’s joke of a military has led some NATO allies to consider buying cheap light attack planes similar to the ones the United States wanted to buy to fight insurgencies.

NATO’s chief targeteer for the Libyan campaign recently said that it simply cost too much money to deploy cutting edge jets like the Eurofighter Typhoon and France’s Rafale for long periods of time against an enemy that had almost no hope shooting them down.  In other words, the fancy jets can be overkill, even in campaigns against other nations.

Per Aviation Week:

“We need to think about the need for the future for a low-cost platform to be able to do our job, if required, in a permissive environment,” argues Brig. Gen. Silvano Frigerio, deputy chief of air and space plans in the Italian air force and chief of the targeting directorate for NATO’s Libya operations.

“If we don’t have a composite fleet with very high technology and maybe lesser technology aircraft, how can we manage to fly thousands and thousands of flying hours on a joint operation area looking for one armored vehicle with the sophisticated aircraft we will have in the future? Maybe we can’t afford to stay there for such a long time,” he says. During the Libya operations, allies were worried about the cost of the duration of the conflict, he tells the International Quality and Productivity Center’s annual International Fighter Conference here.

This is pretty much the same argument the U.S. Air Force, Navy and Special Operations Command have all made when asking Congress for cash to buy light turboprop attack and ISR planes that can be used to provide air support to ground troops fighting insurgents in places were the U.S. owns the skies.

However, the Pentagon’s quest to field turboprop attack planes seems almost dead. This month, the Air Force was supposed to settle on about 20 light attack planes — either the Hawker Beechcraft AT-6 (shown above) or Embraer’s Super Tucano — that it could use to help train the Afghan air force, but that effort may well fall victim to the Pentagon’s budget cuts.

Could NATO’s experience in Libya open the door to a new set of customers for light attack planes — NATO countries that want to be involved in peacekeeping and stability operations around the world but who can’t afford to send their precious few frontline fighters on expensive combat deployments?


Read more: http://defensetech.org/2011/11/11/did-libya-show-the-need-for-light-attack-planes/#ixzz1dZXneWrT
Defense.org 

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Unsichtbare Panzer

so gefunden bei Stern:

Tarnnetze oder farbige Anstriche von Panzern und Lastwagen gehören zum Standardschutz der Militärs, um nicht entdeckt zu werden. Doch mancher Anstrich wird auffällig, wenn ein Fahrzeug sich bewegt und der Hintergrund sich ändert. Der größte europäische Rüstungskonzern BAE Systems hat zusammen mit schwedischen Ingenieuren eine Technologie entwickelt, die angeblich zumindest in der Nacht eine perfekte Tarnung und Täuschung liefern soll.

Dazu werden auf dem Panzer kleine, elektronisch regelbare, sechseckige Kacheln angebracht. Diese können die Temperatur der Umgebung annehmen. Der Effekt: Das Fahrzeug ist für Infrarot-Zielgeräte von der Umgebung nicht zu unterscheiden und damit unsichtbar. Der Panzer taucht praktisch in seiner Umgebung unter. Infrarot-Zielgeräte werten Wärme aus. Ein Objekt wird als solches erkannt, wenn es eine andere Temperatur als seine Umgebung hat.

Umrisse vortäuschen

Doch die neuartige Ausrüstung des Panzers kann nach Herstellerangaben noch mehr: Möglich sei auch, auf der Oberfläche des Fahrzeugs Umrisse vorzutäuschen – beispielsweise eines Zivilautos oder eines Waldes, vor dem der Panzer steht. BAE Systems will nach eigenen Angaben die patentierte Technik des Adaptiv-Systems noch in diesem Monat auf einer britischen Fachmesse demonstrieren.

Elektronisch veränderbare Oberflächen markieren eine neue Epoche in der Tarnungstechnologie. Bekannt sind ähnliche Techniken aus dem Militärflugzeug- oder dem Schiffsbau: Zur Ablenkung von Radarstrahlen sind einige Kampfflieger und Schiffe mit besonderen eckigen Oberflächen oder Spezialbeschichtungen ausgerüstet.

Trend in der Militärtechnik

Neu sind nun also Oberflächen, deren Temperatur sich so regulieren lässt, dass sie für die Infrarotaufklärung unsichtbar sind. Auch die israelische Firma Eltics forscht seit Längerem an großen Platten mit Temperaturregulierung, die an Panzer montiert werden. Wissenschaftler experimentieren darüber hinaus angeblich auch an Bildschirmfolien für Militärfahrzeuge oder Flugzeugen, auf denen sich die Umgebung optisch darstellen lässt. Solche Fahrzeuge wären auch bei Tag unsichtbar.

Panzer, Militär, Tarnkappe, Waffentechnik, Waffen, InfrarotDurch geschickt aktivierte Kacheln kann der Panzer einer Infrarotkamera vortäuschen, ein Auto zu sein© BAE Systems

Aber es geht auch ohne Elektronik: Die deutsche Firma Blücher Systems hat unter dem Markennamen Ghost einen Schutzanzug aus High-Tech-Material für Soldaten entwickelt, der sie gegen die Entdeckung durch Infrarot-Aufklärung schützen soll.

Der britische Konzern BAE Systems verwendet bei seiner Adaptiv-Technologie handtellergroße, sechseckige Kacheln, die nebeneinander auf der Außenfläche des Panzers angebracht werden. Schätzungsweise 1000 Kacheln werden für einen Panzer benötigt. Jede Kachel ist elektronisch vernetzt und kann ihre Temperatur sehr schnell ändern.

Über Kameras wird der Hintergrund des Fahrzeugs als Infrarot-Bild aufgenommen und künstlich auf die Kacheln übertragen. Damit verschwindet praktisch der Panzer in der Umgebung. Die Technologie sei zusammen mit einem schwedischen Militärinstitut entwickelt worden, heißt es bei dem Konzern. In den nächsten Jahren soll sie weiterentwickelt werden. Die Technik könnte auch für Schiffe, Hubschrauber oder Gebäude genutzt werden.

Die K-Frage

In Branchenforen wird die Praxistauglichkeit des Systems heftig diskutiert und zum Teil angezweifelt. So wird darüber spekuliert, ob sich statt den Umrissen eines Panzers auch das Infrarotbild einer Kuh darstellen lässt. Unglaubwürdig werde es, wenn die Kuh dann mit 60 Stundenkilometer davonläuft und heiße Auspuffgase ausströmt, gibt ein Kritiker zu bedenken.

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Hindenburg-Kaserne seit dem 25.05.2011 mit neuer Website

Für die Freunde der Hindenburgkaserne – die neue Website ist seit dem 25.05.2011 online. Betrieben wird sie von der Kameradschaft der Ehemaligen Fla 2:

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Panzer unsichtbar!?

So scheinbar harmlose Technologien, wie sie bspw. im Kindle zum Einsatz kommen, könnten es künftig auch ermöglichen, dass Panzer im Gelände verschwinden – quasi für das Auge unsichtbar werden. Wie soll dies funktionieren?
Mit sog. elektronischen Papier wie es die Firma e Ink herstellt, könnten in Sekundenbruchteilen Landschaften bzw. das Gelände um den Panzer herum adaptiert und als Hülle projeziert werden.

Jedenfalls scheint diese Idee lt. dem Blog Datenratte, die Rüstungsfirma BAESytems massiv zu verfolgen:.

Diese Bemühungen verwundern nicht weiter, haben doch die Briten erst kürzlich verlautbaren lassen, dass sie mittels Kameras und 3D-Kinotechnologie bereits den ersten Panzer haben verschwinden lassen.

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Moskau findet Leopard 2 besser als eigenen T-90AM

In einem sehr spannenden Artikel beschreibt der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe, wie die russische Heeresführung mit dem neu entwickelten T-90AM hadert und sich eigentlich lieber den Leopard 2 als neuen schweren Panzer wünscht. Doch dieser Wunsch wird aus politischen Gründen wohl Wunschdenken bleiben. Er ist aber ein weiterer Beweis, dass auch heute noch der Leopard 2 als wohl bester Panzer der Welt gelten muss.

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Schützenpanzer Puma

Der wohl zur Zeit beste Schützernpanzer der Welt Puma hier im Test mit Hunter-Killer Fähigkeit.

Wikipedia hierzu:

Durch ein 10-Zylinder-Kompakttriebwerk von MTU Friedrichshafen mit 800 kW Leistung und das Sechsgang-Getriebe HSWL 256 mit elektrohydraulischer adaptiver Steuerung von Renk soll eine mit dem Kampfpanzer Leopard 2 vergleichbare Mobilität erreicht werden. Die Fahrversuche mit den Mobilitätsversuchfahrzeugen zeigten jedoch, dass eine Hubraumvergrößerung auf 11 Liter und eine Überarbeitung des Drehmomentverlaufs des Getriebes notwendig sind. Ebenfalls überarbeitet wurden die Kühlergrätings, die auf die obere Bugplatte verlegt wurden.[5] Das Triebwerk, dessen Einbauform einem L gleicht, befindet sich rechts vom Fahrer. Das Lenkschaltgetriebe ist quer vor dem Fahrer eingebaut.

Erstmalig in einem Panzer der Bundeswehr verfügt der Motor über einen Schwungrad-Starter-Generator mit einer zentralen Leistungselektronik mit rund 170 kW Nennleistung zur Versorgung der zwei elektrischen Kühlerventilatoren mit je 60 kW sowie dem Antrieb des Kältemittelkompressors in der Klimaanlage. Das 24-V-Bordnetz wird aus der Leistungselektronik über einen bidirektionalen Wandler mit bis zu 800 A gespeist, über den auch der Dieselmotor aus der Fahrzeugbatterie gestartet wird.

Zum Brandschutz verfügt der Motorraum über eine Feuerlöschanlage der Firma Kidde Deugra Brandschutzsysteme.

Eine weitere Neuheit gegenüber dem Marder ist das von Krauss-Maffei Wegmann gefertigte entkoppelte hydropneumatische Stützrollenlaufwerk. So ist das gesamte Fahrwerk nur über Gummielemente mit der Fahrzeugwanne verbunden. Dies verringert den Körperschallpegel von 120 dBA auf rund 96 dBA und ermöglicht dadurch der Besatzung einen längeren Aufenthalt im Fahrzeug. Die Federung wird mit so genannten „Hydrops” (hydropneumatische Federn) realisiert, die mit komprimierbarem Gas die Federkraft erzeugen. Ein Temperatureffekt-Kompensationssystem verhindert Auswirkungen der Temperaturänderungen in den Gasfedern auf die Laufwerkseigenschaften. Im Gegensatz zu einer Drehstabfederung ist diese Bauweise kompakt und benötigt keinen Raum am Fahrzeugboden. Ebenso wird die Bodenfreiheit bei konstant 450 mm gehalten, unabhängig von der Schutzstufe. Darüber hinaus befinden sich in den Laufwerksträgern die Hauptkraftstofftanks. Ein zentraler Entnahmetank sorgt für eine kontinuierliche Kraftstoffversorgung.

Als Gleiskette verwendet der Puma eine Stahl-Rohrkörperkonstruktion mit Gummilagerung und Gummilaufpolster des Unternehmens Diehl. Aufgrund der Anforderung des Lufttransports ist die Leichtgewichtskette DLT 464D um 40 % leichter als die Gleiskette des Leopard 1, besitzt aber die gleiche Widerstandsfähigkeit. Ursprünglich mit nur fünf Laufrollenpaaren je Seite geplant wurde während der Fahrversuche deutlich, dass sechs Laufrollen notwendig sind.
Schutz [Bearbeiten]

Die Panzerung des Puma ist modular aufgebaut, er verfügt über zwei Schutzstufen. Er wurde so konzipiert, dass er mit der Panzerung der Schutzstufe A (airportable) mit dem zukünftigen militärischen Transportflugzeug Airbus A400M luftverlegbar sein wird. Um das geforderte taktische Lufttransportgewicht von 31,45 t nicht zu überschreiten, ist die mitgeführte Ausrüstung auf 1 t begrenzt. In Schutzstufe A ist er frontal gegen Panzerabwehrhand- (beispielsweise die RPG-7) und Mittelkaliberwaffen (30 mm), rundherum gegen Artilleriesplitter, sowie gegen schwere Blast- und projektilbildende Minen (10 kg) geschützt.

Die Schutzstufe C (combat) wird mit modular anzubringenden Zusatzpanzerungen erreicht. Diese umfasst den Turm-, Bomblet-, Minen-, und Frontschutz. Die Panzerung verstärkt den Schutz an den Seiten und am Dach. Hierdurch wird er gegen Panzerabwehrhand- und Mittelkaliberwaffen sowie Bomblets geschützt.

Die ursprünglich geplante Schutzstufe B (Bahntransport) entfiel, da der Puma auch in Schutzstufe C das Bahnverlademaß einhält. Der Puma hat eine ABC-Sammelschutzanlage von Dräger, zusätzlich ist ein AC-Sensor integriert. Die Abgase werden mit Frischluft vermischt und am Heck ausgestoßen, um die Infrarotsignatur zu reduzieren. Weitere Infrarotreduzierung wird durch einen entsprechenden Tarnanstrich erreicht.

Der Puma wird noch zusätzlich mit einem Softkill-System von EADS ausgerüstet. Dieses multifunktionale Selbstschutz-System (MUSS) erkennt anfliegende Raketen und stört deren Lenksensorik. Des Weiteren ist laut PSM die zusätzliche Installation eines Hardkill-Systems möglich.
Kommunikation [Bearbeiten]

Das Fahrzeug ist mit einer Bordsprechverkehr (BV)- und Funkanlage ausgerüstet. Diese enthält die BV-Anlage Typ 80/90/93 und eine Funkanlage mit einem SEM 80/90 (VHF) sowie einem HRM 7400 (HF). Zur Informationsverarbeitung ist der Schützenpanzer mit einem Führungs- und Waffeneinsatzsystem (FüWES) ausgestattet. Das System soll Freund-Feind-Erkennung und Anbindung an bestehende Systeme der Bundeswehr wie FAUST (Führungsausstattung, taktisch), das Konzept Infanterist der Zukunft oder das Führungsinformationsystem des Heeres (FüInfoSys H) ermöglichen.[7]
Feuerleit- und Zielausrüstung [Bearbeiten]

Der Puma hatte bei seiner Vorführung eine turmunabhängige stabilisierte Hauptoptik (PERI, RTWL-B) für den Gruppen- und Truppführer sowie eine extra geschützte stabilisierte Waffenoptik (WAO) für den Richtschützen. Die beiden von Carl Zeiss Optronics gefertigten Systeme verfügen über einen Tagsichtkanal, Wärmebildgerät ATTICA und Laserentfernungsmesser LDM 38. Bilder der Hauptoptik können mit einer CCD-Kamera auf zwei Displays für den Gruppen- und Truppführer angezeigt werden. Das Periskop besitzt insgesamt vier Sehfelder. Für den Einsatz in bebautem Gelände und im Nahbereich verfügt der Gruppenführer über ein Sehfeld von 60° × 45°. Zum Beobachten, Zielen und Identifizieren sind drei weitere Sehfelder mit bis zu 16-facher Vergrößerung verfügbar. Neben der digitalen Ausgabe verfügt die Optik ebenfalls über einen optischen Kanal inklusive Laserschutz für die Augen. Der zur Entfernungsermittlung eingesetzte Nd:YAG-Laser misst Entfernungen bis 40 Kilometer auf 5 Meter genau, wobei Entfernungen ab 200 Metern berücksichtigt werden. Bei Mehrfachechos kann zwischen Erst- und Letztechoverwertung gewählt werden. Darüber hinaus werden dem Beobachter bei Tag- oder Nachtsicht Informationen über Turmstellung, Entfernung, Zielmarke, Navigations- und Systemdaten eingeblendet. Aufgrund der digitalen Signalverarbeitung ist das gesamte System netzwerktauglich, was eine Anbindung an bestehende Systeme der Bundeswehr ermöglicht. Die Waffenoptik in Verbindung mit der Feuerleitanlage des Puma ermöglicht dem Schützen eine Bekämpfung von Zielen während der Fahrt. Insgesamt verfügt die WAO über eine Tagsicht-CCD-Kamera mit Zoom-Objektiv und drei Sehfeldern, entsprechend den taktischen Anforderungen. Der Fahrer ist mit einem Nachtsichtgerät ausgestattet und hat einen Bildschirm für die Rückwärtskamera.
Bewaffnung [Bearbeiten]

Die Bewaffnung des Schützenpanzer besteht aus einer Primär- und Sekundärbewaffnung, darunter eine Nebelmittel- und eine Sprengkörperwurfanlage. Bordmaschinenkanone und Maschinengewehr sind dabei im vollständig automatisierten Turm untergebracht. Sensoren und Aktoren überwachen die Funktion und den Ladezustand der Hauptwaffe. Die während der Fahrt und bei der Schießerprobung aufgetretenen Eigenschwingungen der Waffe, welche die Treffsicherheit nachhaltig reduzierten, wurden durch eine Rohrabstützung kompensiert.[5]

Eine Neuerung gegenüber dem Marder ist neben der Stabilisierung ebenfalls die „Hunter-Killer-Fähigkeit“, bekannt von den Kampfpanzern. Klärt der Kommandant mit seinem Periskop einen Gegner auf, übergibt er das Ziel an den Richtschützen. Der Turm richtet sich darauf automatisch auf das Ziel aus, und der Richtschütze kann es bekämpfen, während der Kommandant nach weiteren Zielen sucht.
Primärbewaffnung [Bearbeiten]
Die MK 30-2/ABM auf dem Versuchsfahrzeug VS-2 Mobilität der WTD 41. Das MG4 ist nicht eingebaut, da Bordwaffen in der Regel für die Fahrversuche der Wehrtechnischen Dienststelle nicht notwendig sind.

Die Hauptbewaffnung ist eine 30-mm-Bordmaschinenkanone des Typs MK 30-2/ABM, gefertigt von Rheinmetall Waffe Munition, die außermittig rechts im ferngesteuerten Turm eingebaut ist. Sie ist eine Weiterentwicklung der MK30-2, die schon im österreichischen Schützenpanzer Ulan und im spanischen Pizarro Verwendung findet. Mit der Maschinenkanone können gepanzerte Fahrzeuge bis zu einer Entfernung von 2000 Metern und mit der Air-Burst-Munition (ABM) bis zu 3000 Metern bekämpft werden. Die Waffe kann sowohl in Einzel- und schnellem Einzelfeuer (200 Schuss/min.) abgefeuert werden. Sie wiegt 198 Kilogramm und besteht aus Waffengehäuse, Rohr, Doppelgurtzuführer (DGZ) und Rücklaufvorrichtung. Wegen der thermischen Belastungen sind das gezogene Innenrohr und das Patronenlager verchromt. Der Höhenrichtbereich beträgt –10° bis +45°.

Neben panzerbrechenden APFSDS-T-Geschossen (Pfeilwuchtgeschoss mit Leuchtspur) besteht auch die Möglichkeit, eine spezielle KETF-Munition (Kinetic Energy Time Fuze), die auch unter der Bezeichnung AHEAD-Munition bekannt ist, zu verschießen. Gefertigt wird diese Air Burst Munition von RWM Schweiz, die wie der Hersteller der Mündungsbremse mit Messbasis (Oerlikon Contraves), eine Tochtergesellschaft von Rheinmetall Defence ist. Die Munition erlaubt den Einsatz gegen Schützenpanzer, Hubschrauber, Infanterie und befestigte Stellungen. Die Wirkung der Munition basiert auf 162 zylindrischen, je 1,24 Gramm schweren Wolfram-Subprojektilen, die – je nach Zeiteinstellung – nach einer vorberechneten Flugzeit oder vor dem Ziel ausgestoßen werden. Die einzelnen Projektile sind drallstabilisiert und fliegen in einem engen Konus dem Ziel entgegen. Die Zeiteinstellung erfolgt dabei erst beim Verlassen des Rohres in der Messbasis, nachdem die Mündungsgeschwindigkeit gemessen wurde. Bei stark gepanzerten Zielen ist ein Einsatz ohne Zeiteinstellung möglich.

Der gesamte Munitionsvorrat beträgt 400 Schuss. Ein Schneckenmagazin mit 200 Schuss ist im Turmheck untergebracht. Ist der Hauptvorrat verschossen, kann von oben manuell die Reserve nachgeladen werden. Ein Beladen aus dem Inneren ist nicht möglich. Durch den Doppelgurtzuführer der Maschinenkanone können beide Munitionssorten im direkten Wechsel verschossen werden.
Sekundärbewaffnung [Bearbeiten]

Die Sekundärbewaffnung besteht aus dem MG4 im Kaliber 5,56 Millimeter. Es ist achsparallel angeordnet und befindet sich, bedingt durch den Hülsenauswurf nach rechts und die Munitionszuführung von links, rechts von der Hauptwaffe. Im Gegensatz zur Infanterieversion fehlen diesem Turmmaschinengewehr (TMG) die Schulterstütze, das Zweibein und die Visiereinrichtung. Die maximale Kampfentfernung ist mit 1000 Metern angegeben. Der Munitionsvorrat beträgt 1000 Schuss plus 1000 Schuss Reserve.

Zur Verteidigung im Nahbereich (50 Meter) verfügt der Puma über eine Sprengkörperwurfanlage (SKWA) im Kaliber 76 Millimeter. Diese ist hinten links auf dem Fahrzeug montiert und hat einen Schwenkbereich von 90° um das Fahrzeugheck. Die Bedienung erfolgt durch den Truppführer.

Die Nebelmittelwurfanlage basiert auf eingeführten Systemen. So sind jeweils zwei Gruppen mit je vier Wurfbechern am Turmheck angeordnet und können einzeln oder gemeinsam ausgelöst werden.

Zur Panzer- und Hubschrauberabwehr wird der Puma im deutschen Heer mit dem Lenkflugkörper Spike-LR[8] des deutsch-niederländisch-israelischen Rüstungskonsortiums EuroSpike GmbH ausgerüstet. Als Startgerät dient die Waffenanlage MELLS (Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörper-System) aus dem Beschaffungsvorhaben für die Infanterie. Diese wird seitlich am Turm adaptiert und bietet Platz für zwei Lenkflugkörper.[9]

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